Wer hoch fliegt…

An der Börse können beim Zusammentreffen von Unternehmen und Kapitalgebern durch dynamische Preisfindung alle Nuancen unserer komplexen Realität im Kursverlauf ihren Niederschlag finden, oder?

Unter den größten börsennotierten Unternehmen mussten in 2023 viele Marktteilnehmer Federn lassen. Ein Lichtblick in der ersten Jahreshälfte waren die sogenannten FAAANG-Aktien (Facebook/Meta, Alphabet, Apple, Amazon, Netflix, Google/Alphabet). Die Top-Digitalkonzerne hatten eine deutlich bessere Aktienperformance als der Großteil des S&P500 (Index der 500 größten Aktien Amerikas). Diese lieferten ein nominelles Wachstum von 27% und zogen dadurch die Gesamtmarktbewertung nach oben. Was heißt das für den Rest der Wirtschaft? Lief, außgenommen von BigTech, die Börse in 2023 etwa nicht so gut?

S&P500 und seine Überflieger (Kursentwicklung im ersten Halbjahr 2023)

Update vom Ende Oktober: FAAANG abgestürzt

Leider funktioniert die Einflussnahme der größten Aktien auf den S&P500 in beide Richtungen. Als sich die Kurse der Digitalkonzerne umorientierten, verlor auch der Gesamtmarkt um 10% (gegenüber seinem Hoch im August).

Twitter @bespokeinvest: Kursverläufe der digitalen Megakonzerne

Veränderte Zins-Situation

Die Amerikanische FED, die Europäische EZB sowie weitere westliche Zentralbanken haben nach jahrelanger Phase historisch niedriger Zinsen, sehr abrupt die Zinsen angehoben. So kletterten die Leitzinsen in der Eurozone 10 mal hintereinander im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023. Die erste Zinspause folgte am 26.10.2023 und hielt bei 4,5%. Diese Zinsralley hatte auch beachtliche Veränderungen in den Fundamentaldaten zur Folge.

Steigende Leitzinsen wirken sich tendenziell negativ auf die Performance von Konzernen aus, die mit viel Fremdkapital arbeiten. Denn in der Niedrigzinsphase wurden Manager systemisch dafür belohnt, günstige Finanzierungen ausnutzten, um das Unternehmenswachstum zusätzlich aufzupumpen. Doch am Ende der Kapitalspritze müssen häufig Anschlussfinanzierungen abgeschlossen werden, sofern man eine Schrumpfkur vermeiden möchte. Diese Refinanzierung findet dann aber zu ungünstigeren Zinsbedingungen statt...

Wir fragen uns: Sind schon alle Auswirkungen in den heutigen Kursverläufen eingepreist? Sind die gestiegenen Refinanzierungskosten bereits vollständig in den Wachstumsaussichten und Marktbewertungen angekommen? Denn, falls nicht, könnte diesbezüglich noch eine strukturelle Korrektur der fremdkapitallastigen Aktien ausstehen.

Was hat sich in den letzte Jahren noch verändert? Wie haben Sie Ihr persönliches Aktiendepot an das veränderte Umfeld angepasst? Kennen Sie Lösungen und Ergänzungen, die automatisch im Wert steigen wenn die Tageskurse ihrer Basiswerte fallen?

Die Veränderungen betreffen uns alle. Überwiegen in Ihrer Einschätzung eher die Risiken oder sehen Sie Chancen? Ihre Meinung interessiert uns. Lassen Sie uns über Ihre Wünsche reden, kostenlos und unverbindlich.

Oder informieren Sie sich selbst, warum es sich lohnen kann, das Jahr 2023 nicht ungeschützt auslaufen zu lassen (Wie schützen sich Hauseigentümer noch vor dem Jahreswechsel?).

Man sieht sich am anderen Ende des Tunnels. Viel Erfolg!

Max

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